Hortus Insectorum
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Die Artenkenntnis!

Den Einsatz eines Geigerzählers für Artenvielfalt lernen Sie hier kennen...

Leider gibt es so ein Gerät nicht...;-(

Das grosse Dilemma

Über Artenschutz und die verschwindende Biodiversität wird sehr viel in der Öffentlichkeit, der Politik, der Presse, in Untersuchungsausschüssen und Fachgremien gesprochen, oft findet eine Instrumentalisierung dieses hochaktuellen Themas für andere Zwecke statt. Die meisten Menschen bezeichnen sich als Naturliebhaber, geben Wandern und Radeln in der vermeintlichen Natur als ihr liebstes Hobby an. Doch leider nimmt die Kenntnis und das Interesse an der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt immer weiter ab.

Wer kann schon 5 von den 3000 einheimischen Nachtfaltern beim Namen nennen?

Wer hat schon einmal die Blüte des Haselnuss-Strauches gesehen aus der sich schließlich die Haselnuss entwickelt?

Wer hat die sehr seltene Berghexe schon mit eigenen Augen bewundert, wer kennt  ihre 3 Raupenfuttergräser?

Das Aussterben der Arten

Berghexe (Chazara briseis)

Die Berghexe klappt nach der Landung sofort ihr beiden Flügel zusammen um gut getarnt mit dem Trockenrasen zu verschmelzen. Die Raupe frißt nur an 3 Gräsern (Festuca ovina, Bromus erectus und hauptsächlich an dem sehr seltenen Sesleria albicans). Der Schmetterling saugt an Stengelloser Kratzdistel nach Nektar. Aufnahme 2009 am Hesselberg.

Alles Gerede um den Artenschutz wird von einem Bollwerk der Nichtkenntnis abgeschirmt. Solange hier nicht die Artenkenntnis durch wirkliches Interesse oder gezielte Information verbessert wird, ist der Schutz von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen in Frage gestellt. Deswegen hier ein eindrucksvolles Beispiel:

Unser häufigster Tagfalter!

Dieser Kasten wurde 1910 von einem Sammler angelegt, 51 verschiedene Tagfalter wurden über eine Sommersaison an einer Blühwiese gefangen, präpariert und genadelt. 99 Jahre später hat man an der gleichen Wiese (es war immer noch eine Wiese, aber die Bewirtschaftung und die Umgebung haben sich sehr stark geändert) Fotos von Schmetterlingen gemacht, im Herbst 2009 konnte man 2 Bilder vorzeigen (Nadeln darf man heutzutage nicht mehr, da wäre das Geschrei sehr gross!). Die Fotos haben den Nachweis unserer beiden häufigsten Tagfalter erbracht, Kohlweissling und Tagpfauenauge. So oder so ist das ein Verlust von 49 Arten an dieser Wiese in den letzten hundert Jahren. Viele der im Kasten abgebildeten Tiere dürften heute für die meisten gebildeten Menschen namentlich und existenzmäßig unbekannt sein! Wer hat schon mal was vom Blaukernauge, dem Weißbindigen Wiesenvögelein oder Großen Eisvogel gehört?

Auch nicht selten!

Wir sehen, die Nichtkenntnis von Arten bewirkt, daß der Verlust und das Aussterben gar nicht bemerkt werden.

 

Aber mal ganz ehrlich! Unser Leben ist deswegen auch nicht schlechter geworden, oder? Ein wenig ärmer an Schönheit vielleicht, aber das wars dann auch schon! Für was brauchen wir Schönheit, wenn wir nur über Geld und materielle Dinge nachdenken. Ja, wenn Schmetterlinge einen materiellen Wert hätten, dann wäre das alles schon wieder ganz anders!

 

Testen wir unsere Kombinationsgabe aus der bunten Mischung von

Schmetterlingen und ihren Futterpflanzen!
futterpflanzen.pdf
PDF-Dokument [937.5 KB]

Wer kann Trauermantel, Eisvogel, Zitronenfalter, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Perlmuttfalter, Tagpfauenauge und Aurorafalter die richtigen Futterpflanzen Kleine Brennnessel, Wiesenschaumkraut, Faulbaum, Geißblatt, Große Brennnessel, Zitterpappel, Distel und Veilchen zuordnen.

Bestimmungsliteratur gibt es von allen Lebewesen, ob Tier oder Pflanze. Gehen wir mal in die Natur und schauen was uns eigentlich umgibt und nennen es beim Namen.

Der gefährliche Umgang mit Zahlen!

Problematik der Statistik!

Wir haben hier einen Landkreis mit 8 einzelnen Gemeinden. Alle grau markierten Tiere sind ausgestorben. In jeder Gemeinde sind 60% Verluste zu beklagen, ein hoher Blutzoll, der in vielen Bereichen unserer Landschaft die Wirklichkeit wiederspiegelt.

Schauen wir jetzt auf den gesamten Landkreis, ergibt sich eine komplett andere Situation. Alle Tiere, die Schnecken, die Fledermäuse, die Vögel, die Fische und die Schmetterlinge kommen auf den Landkreis gesehen noch vor, obwohl 60% der Tiere nachweislich in den Gemeinden ausgestorben sind. Keiner wird oder kann sagen bezogen auf den gesamten Landkreis seien Tiere ausgestorben. Es kommen ja alle auf Landkreisebene noch vor.

 

Eine unglaubliche Situation!

 

Das heisst je größer der Raum ist, der bewertet wird, desto leichter kann die mathematische Logik die Wahrheit des Artensterbens verschleiern.

 

Noch unverantwortlicher ist es, wenn Zahlen hochgerechnet werden. In zwei Gemeinden gibt es noch Schmetterlinge, in 6 Gemeinden sind sie verschwunden. Und jetzt kommt der Trick, an 2 Plätzen fliegen also noch Schmetterlinge und diese Zahl nehmen wir einfach mal 4, denn an den anderen Plätzen haben wir sie einfach nicht gesehen, als wir gezählt haben. Heraus kommt eine stattliche Zahl von Schmetterlingen, die alle zufrieden macht und gerade die Tatsache des Aussterbens ad Absurdum führt.

 

Eine noch unglaublichere Situation.

 

Das ist die Gefahr der Zahlen. Behörden, Verbände, Politiker nutzen gerne dieses versteckte Potential zum Schönreden nicht vorhandener Erfolge.

 

Denn der Laie kann aus Unkenntnis der Arten die Vorgaben nicht überprüfen.

 

Die involvierten Personen, die ganz vorne in den Medien die Diskussion leiten, kennen sehr oft die Tiere und Pflanzen über die geredet wird nicht einmal selbst, geschweige denn, dass sie die Bedürfnisse dieser Lebewesen umsetzten könnten.

Aussterbende Arten müssen nicht nur deswegen ernst genommen werden, weil es Naturfreunde gibt, die unbequeme Forderungen und Fragen stellen (dazu möchte ich mich selbst ausdrücklich zählen), sondern auch weil das Verschwinden als Alarmsignal dafür anzusehen ist, dass eine negative Entwicklung im Gange ist, die irgendwie und irgendwann auch uns, den Homo sapiens, sehr direkt betrifft.

 

Sehr wichtig erscheint mir deswegen die Tatsache, dass immer ehrlich über den Erfolg oder Misserfolg einer Maßnahme diskutiert werden sollte mit der Grundlage von Artenlisten und Bestandsaufnahmen, die die Arten kartieren und nicht die Einzelbestandteile des untersuchten Ökosystems.

 

Obwohl man es sehr oft zu vergessen scheint:

 

Wir sind nicht nur mehr oder weniger interessierte Betrachter unserer belebten Umwelt, sondern nach wie vor und für immer von ihr abhängig!

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In dir muß brennen,  was du in anderen entzünden willst.

Augustinus Aurelius

 

Sei nicht Sklave einer Utopie, sondern Diener deiner Vision!

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