Hortus Insectorum
Hortus Insectorum

Umgang mit chemischen Mitteln

Der Boden und die darauf wachsenden Pflanzen sind mit der Sonne als Energielieferant die Basis allen höheren Lebens. Solch ein kostbares Gut darf auch im eigenen Garten nicht durch Gifte belastet werden. Über die Nahrungsketten werden chemische Stoffe weitergeleitet und häufen sich in den Endverbrauchern (das ist in letzter Instanz immer der Mensch) an und verursachen Krankheit oder Tod. Viele Insekten, Vögel und andere Tiere reagieren schon auf geringste Konzentrationen von Giften, werden unfruchtbar und sterben. Ökologische Regelkreise werden unterbrochen und die freiwerdenden Nischen können von Genialpflanzen und Genialtieren, die wegen ihrer enormen Vermehrungskraft schnell Resistenzen bilden, erobert und besetzt werden. Ein Teufelskreis, der wiederum meist mit dem Einsatz noch stärkerer Gifte beschleunigt wird.

 

Deswegen wird im Hortus Insectorum seit Übernahme des Grundstücks

  • kein Gift,
  • kein Schneckenkorn,
  • kein Kunstdünger oder
  • andere Chemie

verwendet.

 

Dass dieser gewollte Verzicht sowohl im Gemüsebeet als auch im Gartenrest funktioniert, können Sie gerne auf einer Führung selbst unter die Lupe nehmen. Von dem gesparten Geld kaufe ich meine Pflanzen. So einfach ist das!

Wiederherstellung intakter Regelkreise

Die meisten Kreisläufe in der Natur sind durch den Einfluss des Menschen zerstört oder stark eingeschränkt. Einfache Zusammenhänge sind meistens bekannt, aber werden in ihrer Tragweite nicht genügend beachtet oder eingebunden.

 

Beispiel:

 

 

Marienkäfer und ihre Larven fressen Blattläuse und das nicht zu knapp, eine für den Menschen durchaus nützliche Beziehung!

Der Einsatz von chemischen Mitteln am Rosenstrauch tötet beide, die Läuse und die Käfer, und man ist alles Krabbelgetier los! Für die meisten Menschen zunächst ein echter Erfolg.

 

Das erste Problem:

Die Läuse vermehren sich sehr schnell und sind in Kürze wieder in alter Bestandszahl da, der Marienkäfer legt wenige Eier und braucht viel Zeit als Larve. Er taucht wahrscheinlich nicht mehr auf. Der Mensch muss wieder seine Spritze holen und weiter seinen Garten vergiften.

 

Das zweite Problem:

Der Einsatz von Gift erzeugt bei vitalen Genialtieren (dazu gehört die Blattlaus zweifelsohne) und bei den Genialpflanzen sehr schnell Resistenzen (d.h. das eingesetzte Gift wird wirkungslos). Der Kunde braucht stärkeres Gift oder neue Gifte. Daraus ergibt sich

 

Das dritte Problem:

Ein Teufelkreis!

 

Stabilisierung durch Vernetzung

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen verlassen die Marienkäfer ihre geschützten Überwinterungsplätze. Sie haben nach den langen Wintermonaten verständlicherweise Hunger auf Blattläuse. Doch das Gemüsebeet ist noch leer, Beute finden sie hier noch keine. Und jetzt kommt

 

das eigentlich Entscheidende:

 

Die Beute befindet sich in den Wilden Ecken, Hochgrasbeständen und ähnlichen Strukturen. Dort haben auch Blattläuse die kalte Jahreszeit überlebt. Hier fressen die Marienkäfer und legen ihre ersten Eier, hier baut sich parallel zur wachsenden Blattlauskolonie sehr früh im Jahr eine starke neue Armada von hungrigen Marienkäfer auf, die rechtzeitig zum Einsatz kommt, wenn das Gemüse auf den Beeten zum Wachsen oder die Rose zum Sprießen beginnt. Der Lohn ist blattlausfreier Salat und schöne Rosenstöcke ohne Einsatz von Giften durch ökologische Sichtweise und Vernetzung.

Dieses Beispiel der Räuber-Beute Beziehung zeigt eindrucksvoll was Vernetzung bedeutet und wie sie funktioniert. Der erste Schritt muss sein dies zu erkennen und der zweite Schritt ist die Schaffung von ökologischen Ausgleichsflächen.

In der Permakultur ist dieser Ansatz bei der Erzeugung von Gemüse berücksichtigt.

Bei der Ansiedlung oder dem Schutz von Insekten und anderen Tieren ist die Vernetzung in alle Ebenen das oberste Gebot.

Die Natur für sich arbeiten lassen anstatt sie zu bekämpfen, heisst die Devise.

Wie die Vernetzung von Ackerkratzdistel, Wildbienen, Schmetterlingen und dem Distelfink aussieht, sehen Sie hier...

Der Garten als Ort der Erholung

Deswegen weniger Arbeiten und weniger vermeintliche Ordnung schaffen, viel Geld sparen und zur Abwechslung erholen!

 

Und sich darüber freuen, dass man intakte Regelkreise für sich arbeiten läßt!

 

Oder vielleicht mal Punkte zählen und die verschiedenen heimischen

Marienkäfer entdecken!
marienkaefer.pdf
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In dir muß brennen,  was du in anderen entzünden willst.

Augustinus Aurelius

 

Sei nicht Sklave einer Utopie, sondern Diener deiner Vision!

Markus Gastl

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