Hortus Insectorum
Hortus Insectorum

Der grosse Widerspruch!

Abmagern bis zum geht nicht mehr!

Vielfalt braucht magere Böden!

 

Das kann man auf die Schnelle so leicht nicht verstehen!

 

Alle Pflanzen brauchen Nährstoffe und siedeln sich dort an wo sie diese am leichtesten bekommen können. So weit, so gut. An den gutversorgten Plätzen beginnt aber ein unglaublicher Wettkampf um die Vorherrschaft, der für uns als Beobachter nicht sofort zu erkennen ist, aber mit brutaler Konsequenz und unübersehbaren Folgen geführt wird.

 

Diejenigen Pflanzen, die zart sind, langsam wachsen, wenige Samen produzieren, keine Ableger entwickeln, schwache Wurzeln ausbilden oder sonstwie im Nachteil sind, werden über kurz oder lang von denjenigen Pflanzen, die raumgreifend sind, viel Blattmasse entwickeln, tausende Samen verstreuen und unempfindlich gegen Mahd, Tritt oder rohe chemische Sitten sind, verdrängt.

 

Es setzen sich in diesem Überlebenskampf die sogenannten Stickstoffzeiger-Pflanzen (d.h. Anzeiger für fette Böden) durch, wenige Arten, die die Fläche anfangen zu dominieren und zu kontrollieren.

 

Das Ergebnis können wir jedes Jahr im Mai wieder bewundern, gelb blühende Fettwiesen weit und breit, Löwenzahn, Scharfer Hahnenfuß, nicht einheimische Gräser und Krauser Ampfer mehr dazu

 

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Der Tiefschlag gegen die Vielfalt!

Vielfalt braucht magere Böden!

Den bunten Blumen und zarten Pflanzen bleibt gar nichts anderes übrig, als auf die schlechten Plätze auszuweichen. Straßenränder, Sandgruben, Schutthaufen, Trockenrasen und Dünengebieten, hier sind arme magere Böden und hier blüht es statt gelb in vielen Farben, richtig bunt. Ein Paradies der Ausgestoßenen! Hier explodiert das Leben, hier ist Platz für Vielfalt.

 

 

Im Laufe der Evolution haben sich viele Pflanzen an diese Situation des Verdrängtwerdens angepasst und wachsen hier auf den armen Böden, frei von Konkurrenz, sogar besser und haben angefangen die Magerkeit zu lieben. Dies sind dann die Blüten und Blumen, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben oder sogar nicht mehr kennen, da sie schon so selten geworden sind, mehr dazu

 

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Das heisst jede Abmagerung ist ein Weg zu mehr Vielfalt. Dies gilt natürlich nicht im Gemüsebeet, bei der Englischen Rosensammlung oder im herkömmlichen Staudenbeet, hier will der Gärtner Leistung sehen statt Vielfalt.

Im Hortus Insectorum wurden deswegen 35 Lkw bester Wiesenhumus weggeschafft, und dafür 250 Tonnen reiner Kalkschotter, 24 Lkw historischer Bauschutt und 12 Lkw reiner Sand abgelagert.

Auf diesen Flächen stellt sich die Vielfalt wieder ein und ich brauche nur zu fotographieren und zu studieren ;-). Hinweise zu empfehlenswerter Bestimmungsliteratur finden Sie

 

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In dir muß brennen,  was du in anderen entzünden willst.

Augustinus Aurelius

 

Sei nicht Sklave einer Utopie, sondern Diener deiner Vision!

Markus Gastl

Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.

Albert Schweitzer

Hortus Felix

ist der 2800m2 große Permakulturgarten

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